Spüle & Armaturen

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Einbauarten von Spülen:

Jede Spüle steht auf einem sogenannten Spülenschrank, der ihr Halt gibt. Dabei gibt es aber verschiedene Einbauarten, mit denen Sie Ihre Küche individuell gestalten und sich je nach Vorliebe die Arbeit erleichtern können.

Unterbauspüle

Die Unterbau Spüle wird bei Arbeitsplatten aus Glas, Verbundwerkstoffen oder Naturstein genutzt. Mit Holz kann man diese Einbauart nicht kombinieren, da sie nur bei dichten und durchgehenden Materialien einwandfrei funktioniert. Bei Arbeitsplatten aus Holz mit eingebauter Unterbau Spüle würde das Material innerhalb kürzester Zeit beschädigt werden. Bei einer Unterbau Spüle wird der Rand des Spülenbeckens unter die Arbeitsplatte montiert. So entsteht ein stufenloser Übergang ohne aufliegenden Spülenrand. Die Art des Einbaus wirkt sehr edel und unauffällig und ist vor allem beim Putzen ein echter Vorteil. Reste und Dreck können direkt in die Spüle gewischt werden und können nicht mehr an einem Rand hängenbleiben und sich dort festsetzen.

Einbauspüle

Die Einbau Spüle ist wohl die bekannteste Einbauvariante. Sie ist schnell und einfach zu montieren und daher zu einem echten Klassiker geworden. Dennoch kann diese Art des Einbaus sehr edel aussehen, beispielsweise kann der Spülenklassiker mit einem sehr flachen Rand und einer Spüle aus Granit aufgepeppt werden. Beim Einbau wird die Spüle von oben in die Arbeitsplatte eingesetzt. Dadurch entsteht ein Rand, der die Spüle abdichtet. So ist diese Einbauart auch für Arbeitsflächen aus Holz geeignet. Allerdings kann der Rand ein Hindernis beim Saubermachen werden. Deshalb versuchen viele Hersteller die Ränder noch flacher zu gestalten und sich so einer flachbündigen Küchenspüle anzunähern.

Flächenbündige Spüle

Die flachbündige Spüle ist eine Kombination aus Einbau Spüle und Unterbau Spüle und verbindet die Vorteile beider Einbauarten. Diese Spüle geht stufenlos in die Arbeitsplatte über und bietet so beim Putzen größtmöglichen Komfort. Beim Einbau wird das Material der Arbeitsplatte stückweise abgetragen bis das Spülbecken genau hineinpasst. Anschließend wird die Spüle mit speziellen Klebern und Dichtungsmitteln montiert.

Materialien der Küchenspüle

Edelstahl

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Der Klassiker unter den Spülbeckenmaterialien ist Edelstahl. In vielen Haushalten darf eine Edelstahlspüle nicht fehlen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Optik ist zeitlos und somit für alle Einrichtungsarten und -stile geeignet. Die porenfreie Oberfläche von Edelstahl ist äußerst hygienisch, lebensmittelverträglich sowie hitzebeständig. Auch Säure kann einer Spüle aus Edelstahl nichts anhaben. Die Edelstahlspüle ist zudem rostfrei und gleichzeitig vergleichsweise preisgünstig und deshalb auch in den meisten Restaurantküchen Standard.

Auch mit dem geringen Gewicht können Edelstahlspülen punkten. Der Einbau geht so sehr schnell und leicht von der Hand. Ein paar kleine Nachteile bringt das Material allerdings mit. Edelstahl ist sehr empfindlich gegenüber Flecken und Kratzern, was allerdings die Funktionalität nicht einschränkt. Nicht kratzanfällige Edelstahlspülen sind in der Anschaffung deutlich teurer.

Keramik

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Keramik war lange Zeit als altmodisches Relikt verpönt. Aber im Zuge der Vintage-Bewegung schafften es auch wieder zahlreiche Keramikspülen in die deutschen Haushalte. Vor allem zu Landhausküchen im traditionellen Stil passen diese Spülbecken perfekt. Aber auch in modernen Küchen entwickelt Keramik seinen Charme. Heutzutage haben die Hersteller ganz unterschiedliche Keramikspülen entwickelt, von klassisch bis modern ist alles dabei.

Der große Vorteil von Keramik ist die edle und nostalgische Optik und die Immunität gegenüber Kratzern. Die Oberfläche wurde durch das Brennen während der Herstellung perfekt versiegelt und ist gegen Verfärbungen und Ausbleichen resistent und immer pflegeleicht. Durch Keramikwerkstoffe wie TitanCeram werden die Vorteile dieses Materials sogar noch verstärkt. Der Nachteil von Keramik ist das hohe Gewicht von bis zu 50 Kilogramm. Um das Material nicht zu beschädigen, sollte es von einem Profi eingebaut werden.

Granit

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Spülen, die vollständig aus Granit gefertigt wurden, gibt es nicht. Allerdings werden viele Spülen heutzutage auf Quarz-Basis hergestellt. Dadurch entstehen porenfreie, samtige Oberflächen, die extrem robust sind. Weder Hitze, Säuren, Laugen noch Stöße und Kratzer können dieses Material beschädigen. Die Pflege solcher Granitspülen gestaltet sich als sehr einfach.

Ein Vorteil von Granit ist die Farbvielfalt, die angeboten werden kann. Sie wollen eine mattschwarze Spüle? Oder doch lieber eine Braune? Kein Problem, mit Granit und Verbundswerkstoffen ist das möglich. Sogar Farbschattierungen können individuell eingefügt werden. Und auch Granitspülen in Metalloptik sind dank glänzender Farbpartikel, die bei der Herstellung untergemischt werden möglich. Damit ist Granit eines der edelsten und exklusivsten Materialien für Küchenspülen. Granit schafft eine ganz eigene Atmosphäre. Ein Nachteil ist, dass Granit auf lange Sicht durch die Mineralien im Leitungswasser in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Dann kann die Farbe ausbleichen.

Armaturen

Die Armatur ist der Wasserhahn über der Spüle. Aber ihre Bedeutung geht weit darüber hinaus, denn längst sind Armaturen zu einem wichtigen Gestaltungselement in Küchen geworden. Eine elegante Armatur kann die ganze Spüle und Küche aufwerten und zu einem echten Hingucker werden. Wer auf Design und Stil Wert legt, der kommt an einer guten Armatur nicht vorbei. Aber bevor man sich um das Design kümmert, stellt sich zunächst einmal die Frage, welcher Wasseranschluss anliegt und welche Art des Anschlusses man daher wählen muss.

  • Niederdruck Armatur Niederdruck Armaturen kommen zum Einsatz, wenn der Wasseranschluss über einen Speicher oder einen Boiler läuft. Diese Armaturenart besitzt drei Anschlüsse sowie ein Ventil zum Absperren. Letzteres sorgt dafür, dass das kalte Wasser in den Boiler geleitet wird und bei Bedarf an Warmwasser erhitzt wird.

  • Hochdruck Armatur Eine Hochdruckarmatur ist heutzutage in den meisten Wohnungen Standard. Sie kann eingebaut werden, wenn das Haus einen Durchlauferhitzer oder eine zentrale Warmwasserversorgung besitzt. Daran kann die Hochdruck Armatur direkt angeschlossen werden. Es gibt dann zwei Anschlüsse, einen für warmes und einen für kaltes Wasser.

Posted in lexikon on Jun 27, 2019